“Lange Nacht der Aufklärung”
| 17. Mai 2008 20:00 | bis | 18. Mai 2008 00:00 |
Historisches Spiel und Glasharmonikaklänge
Barockhaus
Geister – es gibt sie noch. Für Samstag, den 17. Mai 2008 haben sie sich von 20.00 bis 24.00 Uhr zur „Langen Nacht der Aufklärung” im Barockhaus Neißstraße 30 angekündigt.
Nein, es sind keine bösen Geister, nur die Mitglieder der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften, die nach 200 Jahren ins Barockhaus zurückkehren und die Besucher in das Zeitalter der Aufklärung entführen – in die Kunst, die Musik, die Wissenschaft und die Literatur dieser Epoche.
Im Physikalischen Kabinett ihres Mannes lässt Rahel Henriette von Gersdorf die Funken tanzen.
Währenddessen plaudert in den ehrwürdigen Räumen der Oberlausitzischen Bibliothek Johanna Christiane Anton über ihren Angetrauten und seine gelehrten Freunde.
Der Oberlausitzer Künstler Christoph Nathe begutachtet argwöhnisch „Idylle und Aufruhr” in der Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts.
Indes amüsiert sich Jeanettchen aus dem adligen Haushalt Gersdorf über drei Bauernkinder und ihre Geschichten.
Die neuesten Schätze der mineralogischen Sammlung nehmen der alte Bibliothekar Oettel und sein Gehilfe genau unter die Lupe.
Aber auch ein viel älterer Geist ist aus seinem tiefen Schlaf erwacht. Magister Johannes Frauenburg, 1474 und 1478 Bürgermeister zu Görlitz, ließ sich vom Aufklärungsgedanken locken und wird sich dem Thema der Aufklärung zu später Stunde auf ganz andere Weise nähern.
Musikalisch wird der Abend von den zauberhaften Klängen der Glasharmonika begleitet.
Der Augsburger Virtuose Bruno Kliegl kann sich wahrlich als „Ausnahmemusiker” bezeichnen. Denn nur mit ganz wenigen Ausnahmen auf der Welt beherrscht außer ihm kaum jemand das Spiel auf der Glasharmonika.
Dieses außergewöhnliche Instrument begeisterte im frühen 19. Jahrhundert die europäischen Musikliebhaber und Komponisten.
Die Glasharmonika besteht aus verschieden großen, ineinander geschobenen Glasglocken, die auf einer gemeinsamen Achse liegen. Werden die rotierenden Glasglocken mit einem feuchten Fingern berührt, erklingen unvergleichliche Töne.
Informationen und Hörproben zur Glasharmonika und zum Glasharmonikavirtuosen Bruno Kliegl unter www.glasharmonika.org
Kosten: 5,-€/3,-€ ermäßigt
Mit freundlicher Unterstützung der Freunde der Städtischen Sammlungen für Geschichte und Kultur e.V. und der Stadtwerke Görlitz AG.

