Drachen, Blitz und Staubfiguren
Das Physikalische Kabinett Adolf Traugott v. Gersdorfs (1744-1807) gehört heute zu den kostbarsten Instrumentensammlungen überhaupt. Es umfasst einzigartige Maschinen und Geräte aus Holland, England, Deutschland und Böhmen und stellt eine faszinierende Momentaufnahme naturwissenschaftlicher Forschung um 1800 dar.
Die Meteorologie war das erste Forschungsfeld Gersdorfs. Ausgehend von Wetterbeobachtungen beschäftigte er sich mit atmosphärischer Elektrizität, wozu er Drachen konstruierte. Er gehörte zudem zu den Pionieren der Blitzforschung und nutzte neueste Erkenntnisse der Elektrizität bei Experimenten mit Staubfiguren, denen er als „Elektrische Gemälde“ bleibenden Charakter verlieh. Praktische Anwendung fand die Elektrizität auch auf medizinischem Gebiet.
Zur Erinnerung an das Vermächtnis Gersdorfs vor 200 Jahren ist diese Sonderausstellung wesentlichen Schwerpunkten seiner Interessen gewidmet. Dabei werden auch Zusammenhänge und Instrumente präsentiert, die bisher noch nie zu sehen waren.
Es erscheint eine Begleitpublikation.

