Gotteslob und Bürgerstolz. Die Görlitzer Peterskirche

Ein Ausstellungsprojekt des Kulturhistorischen Museums und der Evangelischen Innenstadtgemeinde

Die Peterskirche ist die größte spätgotische Hallenkirche Sachsens, ein Wahrzeichen und die Dominante eines einzigartigen Stadtbildes. In der mitteleuropäischen Kunstgeschichte nimmt sie eine herausragende Bedeutung ein: Baumeister, Maler, Bildhauer, Sticker, Goldschmiede und Orgelbauer von internationalem Rang haben an Bau und Ausstattung mitgewirkt. Ein grandioser Raum und ein reicher Schatz an Kunstwerken des Mittelalters und der Neuzeit zeugen davon. Vieles davon wird nun erstmals präsentiert.
Unsere Ausstellung knüpft an die Bedeutung der Peterskirche in Vergangenheit und Gegenwart an. Das Gebäude selbst im Kontext der Stadtgeschichte steht im Mittelpunkt. Die liturgischen Orte sind ebenso wie der gesamte Schmuck des Baues in die Präsentation einbezogen. Die Schau macht die Peterskirche als Brennpunkt der Görlitzer Geschichte lebendig – als Raum, den viele wichtige Künstler und Pastoren, Donatoren und Wohltäter, aber auch Bürgermeister, Ratsmitglieder und Zunftherren mitgestalteten.
Das Kulturhistorische Museum bringt Leihgaben der Kirche, die seit über 100 Jahren museal aufbewahrt sind, zurück in den funktionalen Rahmen und ergänzt zugleich die einzelnen Ausstellungsthemen durch weitere wichtige Exponate. Die Sakristei mit ihrem herrlichen Gewölbe wird mit kostbaren Stickereien, Goldschmiedearbeiten und Büchern zu einer Schatzkammer auf Zeit.