Mit der Natur innig vertraut

Gemeinschaftsausstellung mit der Anhaltinischen Gemäldegalerie Dessau

Christoph Nathe (1753-1806) ist einer der bedeutendsten Künstler der Oberlausitz. Aus bäuerlichen Verhältnissen stammend, kam er mit zwölf Jahren ans Görlitzer Gymnasium Augustum, wo Johann Gottfried Schultz sein erster Lehrer war. Seine künstlerische Ausbildung setzte er in Leipzig und Dresden fort. Er wurde dabei unterstützt von Adolf Traugott v. Gersdorf, mit dem er Zeit Lebens in engem Kontakt stand. Nathes Werk reicht von Porträtminiaturen und Entwürfen allegorischer Vignetten über Genreszenen, Altmeister-Kopien, arkadischen Landschaftserfindungen bis hin zu detailgetreuen Stadtveduten und topographisch exakten Landschafts- und Gebirgsansichten. Mit ihnen machte er sich unter seinen Zeitgenossen einen Namen. Er bereiste die Oberlausitz, den Harz und die Schweizer Alpen, vor allem aber das Riesengebirge und gab diese in einzigartigen Zeichnungen wieder. Nathe ebnete damit Nachfolgern wie Caspar David Friedrich und Carl Gustav Carus den Weg zu ihren Riesengebirgsansichten. Einen großen Teil seines Werks hütet das Görlitzer Museum. Es erscheinen ein Begleitheft und ein Werkkatalog.