Joseph Beuys – Übersinnliches Gelächter

Joseph Beuys Gelächter wird den Ausstellungsraum akustisch erfüllen, aber auch in seinen Objekten zeigt sich Humor und in der Dokumentation seiner Aktionen lässt er sich als lächelnder Schamane erkennen.
Beuys Arbeiten stehen außerhalb der herkömmlichen Kunstgattungen. Durch seine Aktionen und Objekte, vor allem auf der documenta in Kassel wurde er weltweit bekannt. Eine der berühmten, ja schon legendären Fettecken des Künstlers suchte man allerdings vergeblich. Dafür konnte sich die Besucher mit der Funktionsweise der 1985 entstandenen “Capri-Batterie” auseinandersetzen. Der Künstler hat dafür sogar eigens eine Gebrauchsanweisung beigelegt: “nach 1000 Stunden Batterie auswechseln”. Die Zitrone, Speicher für viele Stunden mediterraner Wärme und Sonnenlichts, ist mit einem Stecker versehen, in den eine zitronengelbe Glühbirne eingeschraubt ist. Tatsächlich fließt zwischen den beiden Polstäben ein minimaler Strom, der aber natürlich nicht ausreicht, die Birne zum Leuchten zu bringen. Dennoch können wir in der Plastik eine Metapher für die ökologische Balance zwischen Pflanzen und Menschen, für die Gleichwertigkeit von Technik und Natur erkennen. Nicht alle der ausgestellten Objekte oder Dokumente sind jedoch gleichermaßen mit vollem Ernst zu betrachten. Dies gemahnen die Karten “KUNST IST, WENN MAN TROTZDEM LACHT” und “wer nicht denken will fliegt raus sich selbst”.
Die Ausstellung im Kaisertrutz zeigt rund 170 Arbeiten von und über Joseph Beuys aus der Sammlung von Ute und Michael Berger aus der Görlitzer Partnerstadt Wiesbaden.