Das Tal der Schlösser und Gärten
Das Hirschberger Tal in Schlesien – ein gemeinsames Kulturerbe
In Zusammenarbeit mit dem Schlesischen Museum zu Görlitz und Monumenta Silesiae e.V.
Von alters her haben im Hirschberger Tal Grafen, Fürsten und Könige residiert. Polnisch-schlesische Piasten und aus Süddeutschland eingewanderte Ritter, die zu den Gründern großer schlesischer Adelshäusern wurden, standen hier im Dienste der polnisch-böhmischen Krone, der Habsburger und der preußischen Könige. Sechsunddreißig Burgen, Schlösser und Herrenhäuser weisen auf diese große Geschichte hin.
Anfangs des 19. Jahrhunderts ließen sich Mitglieder der preußischen Königsfamilie hier nieder, mit ihnen kamen viele Familien des europäischen Adels ins Hirschberger Tal. In Erdmannsdorf, Fischbach, Ruhberg, Schildau, Buchwald, Stonsdorf und vielen anderen Orten entstanden Schlösser und Parkanlagen, gestaltet von preußischen Baumeistern und Landschaftsarchitekten wie Karl Friedrich Schinkel, August Stüler und Peter Joseph Lenné.
Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Neuordnung Europas ging die große Zeit der Schlösser und Gärten im Hirschberger Tal – vorläufig – zu Ende. Heute nach der politischen Wende in Europa gibt es eine neue Chance für die Region.
Mehrere deutsche und polnische Institutionen haben sich zusammengeschlossen, um über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Schlösser und Gärten im Hirschberger Tal zu berichten. Neben einer umfassenden Dokumentation wird erlesenes Kunsthandwerk präsentiert, ferner Grafik und Malerei, wovon sich bedeutende Werke in den Görlitzer Museen befinden.

