Johannes Wüsten und die anderen
Malerei der Zwischenkriegszeit in Görlitz
Zu Recht gilt Johannes Wüsten (1896-1943) als die herausragende Künstlerpersönlichkeit in Görlitz zwischen 1920 und 1945. Als Maler, Kupferstecher, Keramikkünstler schuf er neben seinem literarischen und politischen Engagement ein wegweisendes und weit ausstrahlendes Werk. Es erstaunt deshalb nicht, dass er 1925 zum Anführer der Görlitzer Künstlerschaft avancierte und versuchte, mit seinen Mitstreitern die Idee einer “Kunststadt Görlitz” Realität werden zu lassen. Wesentliche Impulse kamen von der Breslauer Akademie, der das Schlesische Museum zu Görlitz ab 28. Juni 2004 eine große Ausstellung widmet. In unserer Kabinettausstellung wird das in dieser Zeit entstandene malerische Werk Wüstens zusammen mit Gemälden, Zeichnungen und Keramiken von Freunden und Zeitgenossen präsentiert. Görlitzer Positionen von Expressionismus und Neue Sachlichkeit kommen zur Darstellung – Hauptwerke der eigenen Kunstsammlung, Neuerwerbungen und Leihgaben aus Privatbesitz von Otto Wilhelm Merseburg, Otto Engelhardt-Kyffhäuser, Walter Rhaue, Dora Kolisch, Dorothea Köppen-Wüsten, Willy Schmidt, Arno Henschel und anderen.

