2. Türme(r)tag
Am 26. April 2008 ging es wieder hoch her, denn Reichenbacher, Dicker und Nikolaiturm öffneten gemeinsam ab 14.00 Uhr ihre Türen. Fit sollten die Besucher sein, denn mehr als 400 Stufen der mittelalterlichen Baudenkmäler mussten erklommen werden, um die Stadt aus drei Vogelperspektiven zu betrachten.
14.00 Uhr begannen drei Rundgänge – sie starten jeweils am Dicken Turm, am Reichenbacher Turm und am Nikolaiturm. Der Weg führte entlang der ehemaligen Stadtmauer und bot einen Einblick in die Geschichte der Görlitzer Wehranlagen.
Über Jahrhunderte schützte Görlitz sich durch einen doppelten Stadtmauerring vor ungebetenen Gästen. Heute sind nur noch wenige originale Reste dieses Bauwerks erhalten.
Trotzdem kann man im Stadtbild noch sehr genau den Verlauf der alten Verteidigungsanlagen verfolgen.
Vor mehr als 150 Jahren musste ein Großteil der Görlitzer mittelalterlichen Wehranlagen – Mauern, Tore und Türme – der Modernisierung weichen. Die alten Gräben wurden verfüllt und die Toranlagen abgerissen, nachdem bereits 1837 der Neißturm abgebrochen worden war.
Während des Rundganges können die noch existierenden baulichen Zeitzeugen besichtigt werden. Dazu gehören neben dem Reichenbacher, Dicken und Nikolaiturm auch Nikolaizwinger und Ochsenbastei.
Für das Kulturhistorische Museum startete Historikerin Ines Anders am Reichenbacher Turm.
In den Türmen erwarteten den Besucher spannende Geschichten. Im Reichenbacher Turm wurde der Trickfilm „Der Nachtschmied” von Kindern der MuseumsAG uraufgeführt. Der Nikolaiturm eröffnete die neue Sonderausstellung „Betreute Gesundheit – soziale Dienste” und der Dicke Turm erzählte von längst vergangenen Jahren.
Der Türme(r)tag ist ein gemeinsames Projekt mit den Freunden der Städtischen Sammlungen für Geschichte und Kultur Görlitz e.V., dem Förderverein Kulturstadt Görlitz-Zgorzelec e.V. und dem Zirkel Görlitzer Heimatforscher e.V.
Der 3. Türme(r)tag findet voraussichtlich am 25. April 2009 statt.

