Eine Elektrisiermaschine für das Physikalische Kabinett
Seit Montag, dem 25. August 2008, besitzt das Kulturhistorische Museum Görlitz eine nagelneue Elektrisiermaschine. Dabei handelt es sich um eine Spezialanfertigung nach historischem Vorbild. Ermöglicht wurde diese durch die großzügige Förderung der ELSTATIK-Stiftung von Günter und Sylvia Lüttgens. Zweck dieser 1999 errichteten Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Elektrostatik.
Herrmann Künzig vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Weil am Rhein fertigte den Nachbau.
Das Original der mehr als 200 Jahre alten Zylinderelektrisiermaschine stammt aus dem Besitz von Adolf Traugott von Gersdorf, eines Mitbegründers der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften. Heute ist das zeittypische physikalische Instrument Teil der musealen Ausstellung im Physikalischen Kabinett im Barockhaus Neißstraße 30 und zeugt von den ersten Versuchen, Elektrizität entstehen zu lassen.
Mittels des Neubaus lässt sich die Funktionsweise der historischen Gerätschaften lebendig erklären. Davon profitiert vor allem die museumspädagogische Abteilung der Städtischen Sammlungen. Eindrucksvolle Experimente zeigen, welche Ideen hinter den „alten” Maschinen stecken. Für Schulklassen und Hortgruppen wird so Physik zu einem einzigartigen und anschaulichen Erlebnis, aber auch Teilnehmer an Führungen durch das Physikalische Kabinett werden in Stauen versetzt, wenn Schafswolle und eine Kurbel für Elektrizität sorgen.

