Dietrich Arlt – Arbeiten auf Papier

Eine Ausstellung des Kulturhistorischen Museums und der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien

Dietrich Arlt wurde 1936 im schlesischen Prittag/Przytok geboren und in Wuppertal sowie in Westberlin zum Bildhauer ausgebildet. Als vielseitiger Künstler war er unermüdlich in Plastik, Malerei und Grafik tätig; sein Impetus fand in zahlreichen öffentlichen Aufträgen, Ausstellungen und Publikationen einen Niederschlag.

Seit Beginn der 1970er Jahre war Dietrich Arlt als freischaffender Bildhauer und Maler tätig und erhielt verschiedene öffentliche Aufträge für Kirchen, Schulen, Parks und eine Schwimmhalle.
Seit 1972 war Arlt Mitglied der Berliner „Gruppe 70″ und der Künstlergilde Essen.
Nach seiner Heirat 1974 führten ihn Reisen nach Griechenland und Italien, wo er Themen und Inhalte für seine Werke fand. Aus dem Erlebnis heraus entstand unter anderem die Holzschnittfolge „ODYSSEIA”, die in der Ausstellung gezeigt wird. Ein Stipendium der Villa Serpentara in Olevano bei Rom ermöglichte ihm 1977 eine intensive Auseinandersetzung mit den antiken Traditionen der mediterranen Welt.
1997 kam er auf den Spuren seiner vom Geist der Brüdergemeine geprägten Familie in die Oberlausitz und ließ sich in Herrnhut nieder. Sein dortiger „Kunstbahnhof” etablierte sich bald als einer der wichtigsten Kunstorte im Dreiländereck. Als Kunstvermittler und als Kunstschaffender hat Dietrich Arlt ein großes Werk hinterlassen.
Sein Thema war die Schöpfung, waren Grundfragen des Lebens, denen er impulsiv nachging. Eine große Rolle spielten archaische Formen, die Luft Griechenlands, die Freiheit des Menschen, die Mythen der Welt.
Am 17. Dezember 2005 verstarb Dietrich Arlt in Obercunnersdorf. Sein künstlerischer Nachlass konnte dank der großzügigen Unterstützung der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien in die Sammlungen des Kulturhistorischen Museums übernommen werden.

Aus der Fülle seines Schaffens werden in den Räumen der Sparkasse eine Auswahl der schönsten und impulsivsten Werke auf Papier gezeigt.