Regionalgeschichtliches Kolleg
| 29. Oktober 2008 | ||
| 16:00 | bis | 17:00 |
„Piasten, Ottonen und Přemysliden – Die Oberlausitz zwischen Polen, Deutschen und Böhmen um 1000“
Jasper v. Richthofen, Barockhaus
Um das Jahr 1000 liegt die Oberlausitz im Brennpunkt zwischen den mitteleuropäischen Großmächten. Auf der einen Seite stehen das Ottonische Deutsche Reich und Böhmen, auf der anderen Seite Polen. Spätestens seit etwa 800 siedelten hier die westslawischen Milzener – Vorfahren der heutigen Oberlausitzer Sorben. Bereits seit 932 galt der Stamm als unterworfen und soll dem Ottonischen Reich tributpflichtig gewesen sein. Ausgangspunkt der deutschen Eroberungen war die Burg Meißen. Zur Verteidigung errichteten die Milzener zwischen Kamenz und Lauban zahlreiche Burgen,
die noch heute als markante Punkte in der Landschaft der Oberlausitz beiderseits der Neiße erkennbar sind.
Von heftigen Kämpfen zwischen Deutschen und Polen erschüttert, gehörte die Oberlausitz seit 1002 für 29 Jahre zum damals noch jungen Polnischen Reich.
Bild: Hacksilberschatz von Meschwitz

