Auf den Spuren von Georg Emmerich (1422 – 1507)

Vor mehr als 500 Jahren starb einer der bekanntesten und bedeutendsten Görlitzer Bürger – Georg Emmerich. Viel Sagenhaftes rankt sich um sein Leben, um die Pilgerreise ins Heilige Land und um das Görlitzer Heilige Grab. Martin Luther nannte ihn den König von Görlitz. Emmerichs Zeitgenossen kannten ihn als Mann, der rücksichtslos und unbekümmert um die Wahl der Mittel nach Besitz strebte und Vorteile für sich nutzte, wo er sie fand. Seine Härte und Unnachgiebigkeit schufen nicht erst seit der Affäre mit Benigna Horschel Konflikte in der Familie wie auch bei Mitarbeitern und Untergebenen.
Aber mit den gleichen Eigenschaften setzte er sich auch tatkräftig für die Belange seiner Heimatstadt ein – alles in allem ein Mensch, der von seinen Mitbürgern letztlich geachtet, aber nicht von allen geliebt wurde. Zusammen mit seinem Vater Urban Emmerich schrieb er ein bedeutsames Stück Görlitzer Stadtgeschichte in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.

Treff: Reichenbacher Turm, Obermarkt