Görlitz um 1300

Bereits seit 800 siedelten Slawen in der Oberlausitz. In den Niederungen des Lunitzbaches ließen sich seit etwa 1150 Fernhändler in einer Siedlung nieder. Diese Kaufmannssiedlung war aber nicht Ausgangspunkt für die Stadtentstehung um 1220, sondern die Burg des Landesherrn, die den Siedlern besseren Schutz bot. Die Lage an der Via Regia, der wichtigsten Ost-West-Trasse, begünstigte den Handel. So ist es auch nicht verwunderlich, dass bereits 1250 das Stadtgebiet erweitert werden musste. Der Obermarkt entstand und erste steinerne Befestigungen wurden errichtet. 
1303 erhielt Görlitz das Magdeburger Stadtrecht. Zollbefreiung, privilegierter Handel mit Salz und Waid trugen zum Wohlstand der Stadt bei und machten Görlitz zum Haupthandelsplatz in der Oberlausitz im Mittelalter.
Diese blühende Stadt ist der Mittelpunkt dieses Spaziergangs. Peterskirche, Vogtshof und Untermarkt zeugen noch heute vom frühesten Görlitz.

Treff: Reichenbacher Turm, Obermarkt