Auf den Spuren von Anton, Kießler und Demiani durch das biedermeierliche Görlitz
1815 kam der östliche Teil der Oberlausitz, die bis dahin zweihundert Jahre zu Sachsen gehört hatte, zum Königreich Preußen. Für die Görlitzer Kaufleute und Handwerker begann eine harte Zeit der Neuorientierung und Umorganisation, verlief doch die neue Landesgrenze unweit von Reichenbach. Unter der Oberfläche der beschaulichen Biedermeierstadt erblühten neue Ideen. Der Rektor des Görlitzer Gymnasium Johann Gottlieb Anton, der Bauunternehmer Gustav Kießler und der Bürgermeister Gottlob Ludwig Demiani waren die Träger des beginnenden Fortschritts, der wenige Jahre später Görlitz eine zweite Blütezeit bescheren sollte. Der Abriss der Stadtmauer, der Neubau des Theaters und der Schule am Fischmarkt prägten das neue Stadtbild.
Treff: Reichenbacher Turm, Obermarkt

