Görlitz als herzogliche Residenzstadt

Fast vergessen in der Stadtgeschichte ist die kurze Periode als Residenzstadt von 1378 bis 1396.
Kaiser Karl IV. begründete für seinen jüngsten Sohn Johann als Erbe ein eigenes Herzogtum, dessen Mittelpunkt die aufblühende Stadt Görlitzwerden sollte. Der junge Herzog weilte häufig in seiner Hauptstadt. Hoffeste und Ritterturniere wurden gefeiert. Adlige, Bittsteller und fahrendes Volk weilten innerhalb der Mauern. Das von Karl IV. errichtete Schloss am Frauenturm wurde Hofresidenz. Die Kirchen und das Kloster wurden durch Stiftungen prächtig ausgestaltet. Doch schon 1396 starb der Herzog in jungen Jahren. Das Herzogtum wurde aufgelöst und der Görlitzer Rat konnte wieder ungehindert seine eigene Machtpolitik verfolgen.

Treff: Reichenbacher Turm, Obermarkt