Die Peterskirche
Protestantisches Interieur in gotischem Gewand.
Die Stadtkirche St. Peter und Paul – die Peterskirche – ist die größte spätgotische Hallenkirche Sachsens. Als Hauptkirche der Stadt mit ihrer lichten fünfschiffigen Halle ist sie ein besonders schönes Beispiel spätgotischer Sakralbaukunst und besitzt für Kunst und Geschichte Mitteleuropas eine herausragende Bedeutung.
Auf dem Görlitzer Grauwackefelsen hoch über der Neiße hatte der böhmische Herzog Sobieslaw 1131 und 1136 eine ehemals slawische Burganlage erneuern lassen. Zu dieser gehörte sicherlich auch eine Kapelle. Aus dieser Burgkapelle der Landesherren war im späten 14. Jahrhundert die Pfarrkirche der Stadt geworden – der Chor wurde erweitert, die Kirche zu einer Halle ausgebaut.
Zwischen 1423 und 1497 fanden grundlegende Arbeiten statt – das Langhaus wurde vergrößert, Süd- und Nordaußenschiffe errichtet,
Der große Stadtbrand von 1691 zerstörte Großteile des spätgotischen Inventars. Die heutige barocke Ausstattung stammt aus den Jahren nach diesem Brand. Dazu zählen Kanzel, Altar, Ratsgestühl, drei evangelische Beichtstühle und die berühmte Orgel.
Die Westtürme in Stil der Neogotik schmücken seit Ende des 19. Jahrhunderts die Kirche.
Als Symbol der Stadt ist die Peterskirche immer wieder abgebildet worden. Der Rat schenkte den Landesherren mit Vorliebe Gemälde und Zeichnungen der Peterskirche. Besonders monumental wirkt die Kirche von Osten. Deshalb wurde die Stadt vor allem aus dieser Richtung dargestellt.
Treff: Peterskirche

