Grenzfälle – ein dokumentarfotografisches Projekt
Nahaufnahmen vom Verschwinden der innerdeutschen Grenze
Das Kulturhistorische Museum Görlitz zeigt anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls vom 1. Oktober bis 28. November 2009 die Fotoausstellung „Grenzfälle“ im Rathaus und der Stadtbibliothek Görlitz.
1990, wenige Woche nach der Öffnung der „Mauer“ entschlossen sich sechs Fotografen der Wochenzeitschrift „Neue Berliner Illustrierte (NBI)“, das Verschwinden der Grenzbefestigungen und deren Reste in ihren Bildern zu bewahren. Peter Leske, Gerhard Zwickert, Eberhard Klöppel, Bernd-Horst Sefzik, Heinz Dargelis und Werner Schulze dokumentierten von der Ostsee bis zum Dreiländereck sowie um Berlin die 1.560 Kilometer lange Grenzbefestigung, die Deutschland für Jahrzehnte teilte.
Die Fotografen ergriffen die letzte Chance, das festzuhalten, was schon bald verschwunden sein sollte und bisher nur wenigen Menschen zugänglich war. Bis zum Mai 1990 entstanden Ansichten vom Rand einer geschlossenen Gesellschaft. Sie erlauben heute, 20 Jahre nach den Ereignissen von 1989, einen faszinierenden Blick auf das Deutschland von gestern.
Die Fotoausstellung kann während der Öffnungszeiten von Rathaus und Stadtbibliothek besichtigt werden.
Zur offiziellen Eröffnung am 30. September, 17.00 Uhr, laden wir herzlich in den großen Saal des Rathauses ein.

