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Bereits seit dem 4. Jh. reisten christliche Pilger nach Jerusalem und Palästina, um dort den Spuren Jesu Christi zu folgen. Wichtige Pilgerziele waren seit dem hohen Mittelalter auch Rom mit den Grabstätten der Apostel Peter und Paul sowie das spanische Santiago de Compostela mit dem Grab des
Heiligen Jakobus. Die Pilger erhofften sich für die Mühe ihrer Reise himmlischen Lohn und die Befreiung von Sünde und Schuld. Spätestens seit dem ausgehenden Mittelalter waren an den heiligen Stätten Ablässe und Andenken käuflich zu erwerben. Für Pilger- und Wallfahrtsorte erwuchsen daraus
profitable Einnahmequellen. Für manchen Pilger bedeutete die Reise auch einen Prestigegewinn in der Heimat. Mit geringen Einschnitten durch die Kreuzzüge, die Reformation oder den 30-jährigen Krieg endete die Zeit der Pilgerreisen erst in Folge der Französischen Revolution im 19. Jh. Schon seit dem
14. Jh. ersetzten Wallfahrten zu regionalen Heilsstätten die großen Pilgerfahrten.
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 Ansicht des himmlischen Jerusalems und seiner Umgebung. (Buchillustration, Lille um 1455, Jean de Tavernier?) |
 Zwei Pilger mit typischen Pilgerzeichen: Pilgerhut, Jakobsmuschel, Pilgerflasche und Pilgerstab. (Holzschnitt, 1494) |
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